...to the beauty of life, people and places!
das merkwürdige Singapur, Hummus, Weißwein und eine verdammt gute Life-Band!
25.10.2010 - 01.11.2010
30 °C
Hallo ihr Lieben, wo beginne ich denn diesmal am besten? Nach diesen unschlagbaren Tagen in Thailand, kommt mir Singapur fast ein bisschen öde und trist vor. Aber das liegt wahrscheinlich daran, dass hier der gute alte Unialltag stattfindet. In Koh Phangan konnte man ja für ein paar Tage alle Sitten und Prinzipien zurücklassen und in einem zusammenkommen von Verrückten ist es niemandem aufgefallen wie unsittlich man sich doch benommen hat. Im Versuch das gute Benehmen in Singapur wieder anzunehmen, scheitere ich allerdings maßlos
Mir fällt immer mehr auf, dass die Mentalität der Singapuris einen einzigen Kampf des Überlebens wiedergibt und es gibt hier nur alleinige Kämpfer, die versuchen sich durch die Maßen im Alltag durchzukämpfen. Außerdem ist Singapur wahnsinnig Kampagnen abhängig. Das Government scheint seinen Bürgern nicht allzu viel zuzutrauen. Jeden Morgen ertönt das Lied in der S-bahn, dass ich doch bitte Platz für „ the ones in need“ machen sollte, weil alleine würden die hier sicher nicht auf den Gedanken kommen. Anbei der Link zum Video. Bitte anschauen: Love your ride
Jeder in Deutschland bzw in Europa würde bei dem Scheiß ausrasten und sich komplett inkompetent fühlen, aber hier scheints ja angeblich zu funktionieren.
Zudem fehlt mir das wahnsinnig tolle Essen in Thailand. Aus irgendeinem Grund scheinen die Thais das besser drauf zu haben… Aber gut, das ist ja kein neues Problem von mir, nicht wahr?! Naja, aber ich will auch ein paar wunderbare Worte über Singapur lassen. Was ich momentan ganz interessant und witzig finde ist dass hier bis zehn an einer Hand gezählt wird. Ich glaube das kommt aus dem Chinesischen bzw bin ich mir ziemlich sicher, dass es daher kommt… Jedoch verändert es sich ein bisschen von Region zu Region in Asien.
count till ten chinesenumbers
Hihi und was ich euch noch gar nicht erzählt habe, dass die hier alle komplett wahnsinniges Englisch sprechen. Wenn das so weiter geht und die sich immer und immer mehr sich in ihrem Akzent verhaspeln ist das bald gar kein Englisch mehr quasi so wie die in Bayern auch schon kein Deutsch mehr sprechen. Wenn ihr das Video für die Sbahn gesehen habt, bekommt ihr schon einen kleinen Eindruck was für einen furchtbaren quatsch die hier erzählen… und was besonders witzig ist, immer wenn Sie eine Aussage stärken wollen beenden sie den Satz mit „LA“. Also heißt es dann z.B.: „We have way too much work this week, Laaaaaa“ Abgesehen vom berühmten ‘La’ benutzen die auch noch völlig falsche Grammatik. Anstelle von Yes oder No benutzen die hier CAN oder CAN NOT. Hört sich komplett witzig an….
Ich weiß, eigentlich wollte ich das Gemäckere über Singapore sein lassen, doch eins noch: Meine Gruppenmitglieder in dem Kurs Promotions Management haben uns (mit uns meine ich die armen exchange students) doch tatsächlich ins offene Mässer laufen lassen. Die sidn doch tatsächlich zum Professor und haben dem gesagt, dass wir nicht genug arbeiten. So ‘ne Keckos. Die werden ganz gewaltiges was von mir hören morgen. In Deutschland hätten die Profs wahrscheinlich gezwinkert und gemeint: Klärt das untereinander! Wie das heir abläuft ist uns allerdings noch ein Bisschen unklar. Außerdem ist das total ungerechtfertig, schließlich haben wir mitgearbeitet:-P, außerdem dachte ich wir hätten uns gut verstanden – ach ja, meine Menschenkenntnis hat mich da wohl im Stich gelassen. Hihi aber viele Exchange Students scheinen die selben Erfahrungen zu machen, daher bin ich ein bisschen beruhigt und vor allem muss ich meine Kurse ja auch ‚nur‘ bestehen, weil die Noten ja eh nicht zählen… Wenigstens kann ich dann sagen, dass ich die volle Singapur-experience miterlebt habe – von der ich schon so viel gehört habe! Gruppen-arbeit ist hier halt nicht so groß geschrieben…!
Naja, nachdem ich Dienstag und Mittwoch nur so vor mir her gegammelt hatte und mich erholt hatte von der Full-Moon-Party war es am Donnerstag wieder so weit. Ich habs aus der Tür geschafft und an der Uni vorbei und habe das Social Life wieder ein bisschen in Schwung gebracht. Am frühen Abend wurde traumhaft gekocht von meiner lieben Mitbewohnerin Stella... Hihi in meinen kommenden Wohngemeinschaften muss ich wirklich dringendst dafür sorgen, dass ein Kochtalent (wichtiges Kriterium) mit einzieht, sonst wär ich glaube ich verloren und Opfer des Fast-Foods (I knooow, dass bin ich auch schon ein Bisschen) Dann gings auf zum Swisshotel. Hihi und ich hatte wieder stolz einen Fehler im System entdeckt und hatte einen Weg zu Freigetränken gefunden mit irgendeinem speziellen Flyer… Naja, dennoch gab es ein leichtes Windchen, da oben auf dem 74. Stockwerk und nachdem ich noch leicht angeschlagen vom Wochenende war, beschloss ich es bei einem kurzen Abend zu lassen und zack lag ich um zwölf wieder müde im Bett
Am Freitag war ich wieder fit und munter und bekam einen spontanen Anruf von meinem Lieblings-Aktivitäten-Stefan! Nicht lange haben wir gezögert, da saßen wir schon im Botanischen Garten. 
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Wunderschön und vor allem wahnsinnig gepflegt, aber gut was anderes hätten wir von Singapur auch nicht erwartet. Vorbei am wunderschönen Orchideengarten, angelegten Wasserfällen und anderen exotischen Pflanzen fand ich es eigentlich schade, dass der Garten nicht ein Bisschen mehr belebter war.
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Allerdings hatten wir nach 1-2 Stunden spazieren und Pflanzen gucken auch relativ lange weile… Um noch ein Bisschen was aus dem Tag zu machen ging es ab in meine absolute Lieblingsgegend: Haji Lane!This is what Time Out (http://www.time.com/time/travel/cityguide/article/0,31489,1845806_1845592_1845707,00.html) says about it: This tiny lane, hidden away in the heart of the Muslim quarter, is a fashionista's paradise. With very little fanfare, the collection of narrow shop-houses have, in less than a year, been transformed into an aggressively hip retail stretch recalling Le Marais in Paris or New York's Meatpacking District. Know It Nothing is a stylish industrial space that stocks beautifully tailored dress shirts stitched with silver skull buttons by Japanese label Garni. Next, pop into Pluck for its shabby chic collection of Austin Powers–inspired cushion covers and a cute ice-cream parlor. A few doors down, Salad boasts a range of home accessories like laser-cut table mats and Hong Kong–based Carrie Chau's quirky postcards. If you're feeling peckish, have an authentic Middle Eastern lunch around the corner at Cafe le Caire.
Nun das ganze nochmal für die Großeltern die leider Legastheniker sind was die englische Sprache betrifft
Haji Lane ist eine ganz kleine Straße im arabischen Viertel von Singapore mit tollen kleinen individuellen Geschäften. Fern vom Banken Viertel merkt man nicht von der Hektik der Stadt. Die Häuser in der Haji Lane haben keine 70. Stockwerke, sondern maximal nur zwei oder drei. Um zu einigen Shops zu gelangen muss man teilweise die engen Treppenhäuser in den zweiten Stock hochkrabbeln. Hihi leider kann man da eher nicht so viel kaufen – ist alles ne Nummer zu stylisch und funky. Aber zum gucken reicht’s
Naja, auf jeden Fall liebe ich die Atmosphäre; ein bisschen Dreck auf den Straße, die Moschee die ab und an ertönt, die verrückten Leute, der Geruch von Shisha und jeder Menge relaxtem Flair.
Wo ich übrigens grade beim Times Out Magazine war: Auf der Liste der 10 Top Things to do in Singapore steht übrigens auch Plastic Surgery. Sehr merkwürdig, aber so was sollte man sich für später ja vielleicht mal lieber merken – man weiß ja nie, nicht wahr:P?
Nach so einem wunderschönen Tag an der Haji Lane, folgte ein noch besserer Abend. Stella und ich sind mit ein paar Leuten in die Blu Jazz Bar zum Dinner gehüpft. Es sollte eigentlich nur ein kurzer Abstecher werden, doch wer konnte wissen, dass die Blu Jazz Bar uns sooo mitreißen würde. Zum Glück hatte sich rausgestellt, dass Stella auch ein riesen Fan von Life-Musik war. Die anderen mit denen wir da waren, sind relativ zügig wieder abgehauen, weil denen alles zu laut war und so weiter ... so ne Spießer:P So what was happening? Mit lecker Hummus und gutem Vinoooo saßen wir direkt vor einer wahnsinnig tollen Band (An Papa: Girl of Ipanema haben sie natürlich auch gespielt und da musste ich ganz doll an dich denken
). Ich hoffe ich drück mich jetzt wenigstens ein Bisschen politisch korrekt aus, aber versuchen wirs mal: also, ein schwarzer am mikrofon mit einer perfekten Soulstimme. Ein Chinese an den Drums, eine verrückte Japanerin am Klavier und ein weißer an der Gitarre. Und ihr könnt euch gar nciht vorstellen wie cool die zusammen waren. Ich fand dit sooo schön, ick war den Tränen echt verdammt nah. Einer der Bandmitglieder hatte dazu auch noch geburtstag und irgendwie hatten wir das Glück in einer riesen Jammsession zu landen. Völlig ohne Sinn, wurde da einfach drauf losgespielt... –traumhaft! Naja, und so sind wir da dann bis 3 versackt und haben mit diesen verrückten Musikern gefeiert, getanzt, gelacht. 
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Und weil das so ein Spaß gemacht hat am Samstag, stand das selbe Programm auch am Samstag an, nur leider mit anschließendem Club besuch im StereoLab und das auch noch zu Halloween. Zu Halloween, Karneval und all diesem Scheiß möchte ich an dieser Stelle keine Kommentar abgeben!Liebste grüße,
Eure Alessa![]()
Posted by Alessa123 01.11.2010 09:23 Archived in Singapore







